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Bordbuch Bijou

Die 27-Fuß-Yacht unseres Autors

Von Koblenz bis Toul, die Mosel aufwärts, beginnend mit Freitag, 21.10.05

Freitag, 21.10.05

Das Wasser ruft
Um 06.45 h ist Aufstehen angesagt. Nicht auf dem Boot, sondern noch in Berlin. Viel ist noch zu erledigen, bis es auf die Reise nach Koblenz, wieder zum Boot zurück, gehen kann. Aber um 11.30 h ist Verlassen der Wohnung angesagt, um den Zug um 12.20 h am Bahnhof Zoo zu erreichen. Nicht alles ist geschafft, aber das Wasser ruft. Die Bahnverbindung nach Koblenz klappt hervorragend. Nur mit einer halben Stunde Verspätung treffen wir in Koblenz ein. Ein Taxi bringt mich zur Bijou, wo ich um ca. 19.00 h eintreffe. Ich bin gespannt. Ist die neue Plane für die Kuchenbude aufgebaut, sieht sie auch gut aus? Beides kann bejaht werden. Die neue Kuchenbude ist aufgebaut und sie sieht auch gut aus. Die Plicht unter ihr wirkt durch die großen Fenster weiter und heller. Außerdem ist die Plicht jetzt trocken. Ich bin zufrieden und habe den Eindruck, dass der Planenmacher gute Arbeit geleistet hat. Die Tasche und der Rucksack kommen an Bord. Ausgepackt werden kann Morgen. Nach einer kurzen Überprüfung, es ist ja auch schon dunkel, gehe ich noch ins gegenüberliegende Weinhaus und lasse mich verwöhnen. Satt und weintrunken gehe ich um ca. 22.00 h schlafen.

 

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

21.10.05

Koblenz

 

Koblenz

 

0

430

0

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

13

 

102.05

4.30

97.10

4.30

20,00 €

472,14

Samstag, 22.10.05

Die Fahrt auf der Mosel
Um 07.45 h klingelt der Wecker. Es ist wieder Bordzeit. Die Nacht auf dem Boot habe ich gut geschlafen. Nach der Morgentoilette geht es ans Ausräumen und Aufräumen an Bord. Danach fange ich an, das Funkgerät mit den in Berlin besorgten Materialien umzubauen. Das Handgerät soll vom Salon zum Innensteuerstand hochgelegt werden, damit es auch direkt vom Steuerstand bedient werden kann. Bisher musste ich immer in den Salon, etwas schwierig, wenn man gleichzeitig auch noch steuern muss. Ich bin noch nicht fertig, da kommen schon Sabine und Michael. Sie haben noch einmal kräftig eingekauft und mir für eine Woche Verpflegung mitgebracht. Oh je, wo soll ich diese Mengen unterbringen.
Um 11.00 h wird abgelegt. Die Fahrt auf der Mosel beginnt nach einer guten Woche Unterbrechung. Das Wetter ist wechselnd bewölkt und Temperaturen um die 14 Grad. Sabine steuert und Michael hilft mir bei der Fertigstellung des neuen Bedienplatzes für das Funkgerät. Das Kabel haben wir um etwa 2,00 m verlängert. Um 12.45 h erreichen wir die Schleuse Lehmen. Auf der Mosel bestehen die Staustufen alle aus einer großen Schleuse von ca. 170 m Länge und 12 m Breite, einer Sportbootschleuse von ca. 18 m Länge und 3,4 m Breite und einem Stauwehr mit dazu gehörigem Wasserkraftwerk. Aufgrund unserer Größe werden wir immer in die Sportbootschleuse geschickt. Dort ist Selbstbedienung angesagt. Zu dritt ist das kein Problem, aber allein kann das schon in Arbeit ausarten. Nach unserer Anmeldung per Funk und der Frage des Schleusenmeisters, wie breit die Bijou ist (2,75 m) werden wir in die Sportbootschleuse verwiesen. Die steht schon talwärts offen, so dass wir direkt einfahren können. Mit Fendern auf beiden Seiten ist die Einfahrt aber schon ganz schön eng, auf jeder Seite bleiben ca. 0,1 m zum Einfahren. Einseitig ist die Sportbootschleuse mit einer eingelassenen Leiter versehen. Bei 7,45 m Hub wirkt die Schleuse wirklich eng.

Bild: In der Sportbootschleuse

Michael klettert die Leiter hoch, um oben auf dem Selbstbedienungstableau die Bergschleusung einzuschalten. Der weitere Prozess läuft dann automatisch ab. Das abwärts gelegene Tor schließt sich, das Wasser aus dem Oberlauf strömt in die Schleusenkammer (teilweise ganz schön heftig) und nach dem Erreichen des Oberwassers öffnet sich das obere Schleusentor. Michael, der uns von oben beobachtet hat, kommt wieder an Bord und wir fahren aus der Schleuse heraus. Der ganze Vorgang hat ca. 15 min. gedauert. In der Nachsaison gibt es keine Warteschlange und wir haben das Gefühl, da die Leiter vollkommen trocken war, dass wir seit längerer Zeit die ersten Nutzer der Bootsschleuse waren. Um 13.00 h geht es weiter in Richtung der nächsten Schleuse. Ca. alle 20 Km ist im Rahmen der Kanalisierung eine Staustufe vorhanden. Damit ist die Strömung auf der Mosel gering. Ich schätze sie auf ca. 1 bis 2 Km. Um 14.45 h erreichen wir die Schleuse Müden, bei der der Schleusenmeister nach Funkkontakt wiederum auf die Sportbootschleuse verweist. Allerdings ist hier das untere Tor geschlossen. Aber vor der Schleuse befindet sich eine Ausstiegsmöglichkeit an einer Treppe. Michael spurtet die Treppe hoch, um oben erst einmal die Talschleusung zu einzuleiten. Nach Erreichen des unten liegenden Wasserstandes öffnet sich das Talschleusentor und wir können einfahren. Michael legt den Hebel auf Bergschleusung um und wir werden um ca. 6,50 m angehoben. Kurz nach 15.00 h fahren wir aus der Sportschleuse Müden heraus und weiter Mosel aufwärts zur nächsten Schleuse Fankel. Die meistern wir jedoch in der Hauptschleuse, da die Sportbootschleuse außer Betrieb ist. Bis zur Einfahrt müssen wir jedoch ca. eine halbe Stunde warten, bis ein Motorschiff hinter uns aufkreuzt und wir danach mit einem weiteren Sportboot einfahren können. Nochmals geht es 7,00 m aufwärts. Um 18.15 h verlassen wir die Schleuse und haben noch ca. 10 Km bis zu unserem geplanten Hafen Senheim vor uns. In der Zwischenzeit ist es dunkel geworden und ein intensiver Regenguss zieht über uns hinweg. Alle in Ölzeug gekleidet, machen wir dann um ca. 19.15 h  im Hafen Senheim fest. Der obligatorische Weg zum Hafenmeister zur Anmeldung findet noch im Ölzeug statt, dann hört der Regenschauer wieder auf. Hier möchte
der holländische Hafenmeister Bootspapiere sehen. Dieser Wunsch wird jedoch auf den nächsten Morgen verschoben, wenn wir die frischen, eben bestellten Sonntagsbrötchen abholen können. Landstrom wird gelegt und auch wir machen uns landfein, denn wir wollen in Senheim noch essen gehen. Wir landen im Schinkenkeller, einer  Metzgerei mit angeschlossener Restauration, wo wir gut und reichlich essen. Viele Einheimische sitzen hier und essen. Meistens ein gutes Zeichen. Müde und satt machen wir uns dann auf den Heimweg zum Boot. Um ca. 23.00 h  ist Schlafenszeit angesagt.

 

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

22.10.05

Koblenz

11.00

Senheim

19.15

33

463

3

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

16

8.25

110.30

8.00

105.10

12.30

56,00 €

528,14

 

Sonntag, 23.10.05

Das Ende der Reise für Sabine und Michael
Um 07.45 h ist Weckzeit. Sabine, Michael und ich gehen auf dem zum Yachthafen dazu gehörenden Campingplatz duschen. Auf dem Rückweg werden auch gleich die vom Hafenmeister besorgten frischen Brötchen mitgebracht, dann wird das Boot aufgeklart. Um 09.50 h fahren wir, nachdem das Wasser für den Kaffee schon gekocht ist, aus dem Hafen heraus. Die neue Plichtpersenning bleibt noch stehen und unter ihr wird dann erst einmal gefrühstückt. Nach gut einer Stunde Fahrt erreichen wir die erste Schleuse für heute, die Schleuse Aldegund. Die Sportbootschleuse, auf die wir vom Schleusenmeister verwiesen werden, steht schon talwärts, das untere Schleusentor ist offen, so dass wir direkt einfahren können. Michael klettert die gut 7,00 m hohe Leiter in der Schleuse hoch, um dann oben den automatischen Schleusungsvorgang durch Umlegen eines Wahlschalters in Gang zu setzen und schaut dann von oben zu, wie wir langsam zu ihm aufschwimmen. Oben angekommen, steigt er wieder zu uns ein und nach Öffnen des Obertores können wir ausfahren. Ca. 15 Minuten hat der gesamte Vorgang benötigt. Weiter geht die Fahrt an den Weinorten Alf, Bullay, Zell und Pünderich vorbei. Bei Bullay passieren wir eine Doppelstockbrücke, auf der oben die Züge und darunter die Autos die Mosel queren. Bei Zell fahren wir durch die Zeller Moselschleife, bei der wir zweimal ganz dicht an der Marienburg, die an der schmalsten Stelle der Schleife steht, vorbeifahren. Dann kommt die Schleuse Enkirch, in der Michael in der Sportbootschleuse noch einmal die Eisenleiter 7,5 m hochklettern kann. Um 14.00 h fahren wir auch aus dieser Schleuse heraus.

Die Gräfin Loretta auf der Mosel

Sabine und Michael fangen an, ihre Sachen zu packen, denn in Traben- Trabach ist für sie das Ende ihrer Reise erreicht. Von dort wollen sie mit dem Zug zurück nach Koblenz und zu ihrem Auto, das sie dann wieder nach Mannheim bringen soll. Um 14.30 h steigen die beiden am öffentlichen Anleger von Traben- Trabach aus und ich winke ihnen wehmütig noch hinterher. Ich fahre dann wieder 3 Stromkilometer zurück zum Sportboothafen von Traben- Trabach, bei dem ich an einem freien Schwimmsteg anlege. Hier gibt es keine Infrastruktur, so dass ich nach meinem Abendbrotessen früh schlafen gehe.  

 

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

23.10.05

Senheim

9.50

Traben-Trabach

15.00

23

486

2

 

 

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

18

5.10

115.40

5.00

110.10

17.30

0,00 €

528,14

Montag, 24.10.05

Die Sonne lacht auf die Mosel
Der Wecker ist zuverlässig. Er weckt jeweils immer um 07.45 h. Da keine Sanitäranlagen vorhanden sind, ist an Bord nur Katzenwäsche angesagt. Unrasiert und ohne Dusche geht es um 08.20 h los. Draußen ist es noch frisch (ca. 10 Grad), aber warm angezogen und im Deckshaus ist das kein Problem. Morgens um 07.00 h hat es noch kurz geregnet, danach ist es wechselnd bewölkt, ab und zu kommt auch die Sonne einmal heraus und lacht auf die Mosel.

Morgenstimmung auf der Mosel

Traben- Trabach, Wolf, Kröv, Ürzig und Zeltingen werden passiert, bis die erste Sportbootschleuse für heute ansteht. Gestern hatte ich noch Michael und Sabine als Hilfe, heute muss ich die Schleusen alleine meistern. Die Schleuse Zeltingen hat eine Hubhöhe von 6,00 m. Das untere Schleusentor ist offen, so dass ich direkt in die Schleusenkammer einfahren kann. Aber bei 6,00 m Höhe und nur 3,40 m Breite wirkt es doch einigermaßen beklemmend. Nach dem Festlegen des Bootes entere ich die Eisenleiter in der Schleuse hoch, um oben die halbautomatische Schleuse auf Bergfahrt zu stellen und den Startknopf zu drücken. Dann geht es schnell wieder die Leiter herab, um das Boot loszubinden, denn während der Schleusung wird die Leine per Hand geführt. Rechtzeitig wieder unten angekommen, ist auch schon das Untertor zu und die Schleusung beginnt. Das Wasser strömt in dem kleinen Becken kräftig und man muss schon ordentlich festhalten, damit sich das Boot in der Schleuse nicht selbstständig macht. Aber dann sind wir oben angelangt und das Obertor öffnet sich ebenfalls automatisch, so dass ich ausfahren kann. Die Schleusung dauert im Ganzen etwa 15 Minuten. Die Fender werden wieder an Deck geholt und weiter geht die Fahrt. Bernkastel- Kues, Kues, Andel, Brauneberg und Wintrich sind weitere bekannte Namen von Orten, an denen ich vorbeifahre. Nach ca. 20 Km Fahrt ist die nächste Schleuse, die Schleuse Wintrich erreicht. 7,50 m Hub stehen im Moselführer. Aber diesmal ist deutlich mehr Arbeit angesagt. Das Untertor ist noch zu. Die Schleuse steht zu Berge. Ich muss vor dem unteren Schleusentor anlegen, das Boot festmachen und eine Treppe hochgehen, um erst einmal die Talschleusung einzuleiten. Gerade wieder unten beim Boot angekommen, strömt das Wasser aus der Schleuse mit großer Energie in den Schleusenkanal, in dem ich festgelegt hatte. Das Boot tanzt auf dem sprudelnden Wasser und ich muss zusätzlich mit aller Kraft die Leinen festhalten, damit das Boot nicht abgetrieben wird. Die Lehre daraus ist, wenn ich die gleiche Situation wieder habe, das Boot sehr gut mit mehreren Leinen festzumachen und ausreichend abzufendern. Nach diesem Erlebnis kann ich in die Schleuse einfahren, die Eisenleiter hochklettern, auf Bergfahrt umschalten und starten. So bin ich wieder rechtzeitig unten auf dem Boot, bevor die Schleusung beginnt. Doch als wir oben sind, geht das Bergtor nicht auf. Der über Funk gerufene Schleusenmeister weiß Rat. Ausschalten und wieder Starten ist sein Vorschlag. Das klappt auch und ich kann endlich diese Schleuse verlassen. Der gesamte Schleusenvorgang hat mit seinen Komplikationen ca. 1 h Zeit benötigt und einen Teil Adrenalin. Piesport, Neumagen- Thron, Trittenheim, Leiwen, Köwerich und Klüsserath sind weitere bekannte Weinorte, die vor der nächsten und für heute letzten Schleuse passiert werden. Rechts und links der Mosel wird überall Wein angebaut, alle Flächen sind mit Rebstöcken bepflanzt. Teilweise wird der Wein gerade geerntet, die Weinlese ist mit ihren etwas späteren Sorten noch voll im Gange. Insgesamt sind das riesige Mengen, die hier geerntet und zu Wein gekeltert werden. Wer soll das alles trinken? Die dritte Schleuse für heute, Detzem liegt voraus. Vor mir fährt ein Motorschiff und ich fahre dicht hinter ihm her. Der Schleusenmeister hat per Funkkontakt ein Einsehen mit mir und ich kann mit dem Motorschiff zusammen in die Großschleuse einfahren. Dort läuft der gesamte Prozess über den Schleusenmeister gesteuert automatisch ab, sodass ich nur das Boot an der Schleusenmauer halten muss. Noch 12 Km liegen jetzt bis zum Sportboothafen Schweich vor mir, den ich um 17.30 h erreiche. 10 Minuten später ist das Boot an einem Schwimmsteg festgemacht und ich kann für heute den Motor ausmachen. Abends gehe ich noch in dem alten Fährturm am Hafen essen, um dann müde ins Bett zu fallen.

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

24.10.05

Traben- Trabach

08.20

Schweich

17.40

40

526

3

 

 

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

21

9.20

125.00

9.20

120.30

26.50

31,00 €

559,14

Dienstag, 25.10.05

Hafentag in Trier
Heute ist Hafentag. Ich habe mit einem Kollegen in Trier verabredet, das wir mittags zusammen essen gehen wollen. Also lasse ich das Boot allein und fahre mit dem Bus nach Trier. Da ich noch etwas Zeit habe, schaue ich mir die Porta Nigra an und bummele etwas durch die Stadt. Hier bin ich ja erst vor einigen Monaten mit meinen Oldtimer- Müllfahrzeugen gewesen. Damals habe ich mir noch nicht träumen lassen, das ich jetzt schon wieder hier in Trier sein würde. Nachmittags geht es mit dem Bus wieder zurück nach Schweich. Beim Aussteigen aus dem Bus gibt es einen intensiven Regenschauer, der dafür sorgt, dass ich nass zum Boot zurückkomme. Aber nachdem ich mich an Bord dann umgezogen habe, ist die Welt auch wieder in Ordnung und ich habe mich mit dem Wetter wieder versöhnt. Abends gehe ich im Schweicher Fährturm noch einmal essen und danach um 22.00 h in die Koje. Morgen geht es weiter.

Yachtclub Schweich mit Restaurant

 

 

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

25.10.05

Schweich

 

Schweich

 

0

526

0

 

 

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

21

0

125.00

0

120.30

26.50

15,00

574,14

Mittwoch, 26.10.05

So macht das Schleusen Freude
Wie immer, um 07.45 h ist Wecken angesagt. Die Duschen in Schweich sind nicht so einladend, aber mit Schlappen an den Füßen geht das schon. Leider ist der Betreiber ein „unordentlicher Mensch“, das sieht man auch an seiner Werkstatt und seinem überquellenden Schreibtisch. Nicht das er so viel Vorgänge täglich hat, aber scheinbar werden sie erst einmal alle für eine Woche auf dem Schreibtisch zwischengelagert. Aus diesem Hafen könnte man sicher mehr machen. Aber genug dieser Gedanken, um 09.30 h geht es mit frischen Brötchen vom Edeka wieder stromauf. Das Wetter ist wechselnd bewölkt, trocken und es wird auch immer wärmer. Für heute (Ende Oktober) sind 18 Grad angesagt, am Donnerstag und Freitag ist Sonnenschein bis 20 Grad angesagt. Nach knapp 20 Km ist für heute die erste Schleuse, die Schleuse Trier- Feyen in Sicht. Kurz vorher hat mich ein Motorschiff überholt, an das ich mich geschwindigkeitsmäßig anhänge. Der Schleusenmeister erlaubt mir, nach dem Motorschiff mit in die große Schleuse einzufahren, sodass das mühsame Verfahren der Sportschleuse damit entfällt. Um 11.15 h wird eingefahren und um 11.30 h fahre ich schon wieder aus der Schleuse im Oberwasser heraus. So macht das Schleusen Freude. 7,25 m Höhenunterschied sind leicht gemeistert. Bei der nächsten Schleuse (Grevenmacher) ist die Sportbootschleuse dran. Sie steht natürlich bergwärts, so das ich erst im Unterwasser festmachen muss,  die Schleuse manuell auf Talfahrt stellen und den Ritt im Unterwasser beim Austreten des Schleusenwassers überstehen muss. Nachdem ich ja beim letzten Mal mit der Strömung im Unterwasser so meine Erfahrungen gemacht habe, wird das Boot mit 3 Leinen und 4 Fendern gut festgelegt und siehe da, die Strömung ist überhaupt kein Problem mehr. Mit der richtigen Vorbereitung geht alles viel leichter. Nachdem das Untertor offen steht, wird in das Schleusenbecken eingefahren. Das Schleusenbecken ist ca. 3,30 m breit, die Bijou ist 2,75 m breit, dann kommen an beiden Seiten noch die Fenderbreiten von jeweils 0,20 m dazu, so verbleibt also nicht viel Platz mehr zwischen den beiden Schleusenwänden. Aber erstaunlicher Weise klappt es doch ganz gut. Der Zeitaufwand ist dabei dann auch etwas höher, fast eine Stunde dauert der ganze Prozess. Auch die nächste Schleuse, die Schleuse Patzem, steht bergwärts, so das auch hier der gesamte Prozess durchgespielt werden muss. Aber die Routine kommt, in 40 Minuten schwimmt die Bijou im Oberwasser. Das Ziel des heutigen Tages heißt Schwebsange, ein sehr schöner, gepflegter Hafen in Luxemburg beim Mosel-Kilometerstand von 238 Km. Hier wird preiswert Diesel getankt, der Liter kostet gerade einmal 0,92 €. 58 l gehen in den Tank. Abends wird dann der Skipper im Hafenrestaurant verwöhnt. Das italienische Restaurant bietet Knoblauchbaguette, Bruschetta und dann als Hauptgericht Penne. Alles sehr lecker. Auch der Salat hatte ein gelungenes Dressing. Der Hauswein, ein trockener Pinot noir hier aus der Gegend, war ebenso ein Volltreffer. Eigentlich müsste man hier noch einige Tage bleiben. Aber das geht nicht. Das schöne Wetter ist zu nutzen. Morgen geht es weiter nach Frankreich.

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

26.10.05

Schweich

09.30

Schwebsang

17.00

31

557

3

 

 

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

24

7.30

132.30

7.30

128.00

34.20

85,00 €

659,14

 

Donnerstag, 27. 10.05

Kurzschluss an Bord
Der Blick um 07.45 h aus dem Fenster zeigt draußen dichten Nebel. Das ist die Möglichkeit, noch eine Stunde länger im Bett zu bleiben. Der elektrische Heizlüfter hat das Boot schön durchgewärmt und getrocknet, aber jetzt ist Zeit zum Aufstehen. Die Duschen sind sauber und das Wasser ist schön warm, auch hier überzeugt der Hafen Schwebsange. Um 10.00 h lichtet sich der Nebel, die Sonne lässt sich hinter dem grauen Schleier schon ahnen. Um 10.30 h wird abgelegt. Nach 5 Km kommt die erste Schleuse des Tages. Die Schleuse Apach wird auf Französisch per Funk angesprochen. Sie versteht mich anscheinend, denn sie antwortet mit einem Schwall französischer Sätze, denen ich nur entnehme, dass der Schleusenmeister für mich die Schleuse präpariere und von Berg zu Tal fährt. Kurze Zeit später sehe ich am Untertor auch schon die Wasserwirbel, ein untrügliches Zeichen dafür, dass er den Schleusenvorgang eingeleitet hat. Wir gehen durch die große Schleuse, da die Sportbootschleuse „ferme“, also geschlossen ist. Dies ist auch bei den weiteren Schleusen so, worüber ich nicht traurig bin. Kurze Zeit später öffnet das untere Schleusentor und ich kann einfahren. Der Hub von 4,4 m ist im Nu und ohne Turbulenzen in der Schleusenkammer überwunden, das obere Tor öffnet sich, die Lichterführung geht auf grün und die Bijou kann ausfahren. Der gleiche Prozess wiederholt sich bei den beiden weiteren Schleusungen in Koenigsmacker mit 3,9 m Hub und in Thionville (Ecluse Robert Schuman) mit ca. 5,0 m Hub. Neben der Schleuse Koenigsmacker befindet sich das Kernkraftwerk Cattenom mit 4 riesigen Kühltürmen. Auch wenn es eine „saubere“ Energie ist, ich bin doch froh als es vorbei ist und im Windschatten liegt. Apropos Wind: Blauer Himmel, Sonnenschein, sehr warm, sicher über 20 Grad und leicht böiger Wind.  In Thionville sind 3 Sportbootanlegemöglichkeiten in der Karte verzeichnet. Der geplante Stopp bei dem Club Motonautique entfällt, weil er direkt unter einer stark befahrenden Eisenbahnbrücke und zusätzlich einer ebenso stark frequentierten Straßenbrücke liegt. Das würde sicher eine unruhige Nacht versprechen. So fahre ich noch durch die Schleuse R. Schuman und lege im Oberwasser im Port Public an. Dort sind schöne Liegeplätze an der Kaimauer im Nebenwasser der ehemaligen Zufahrt zu der gesperrten Sportbootschleuse, allerdings ohne Infrastruktur. Um 15.00 h ist das Boot festgemacht. Gegenüber ist ein Büro des VNF, bei der ich die ab hier benötigte Vignette für das zu befahrende französische Binnengewässer erhalten kann. Die freundliche Dame im Büro freut sich Besuch zu bekommen und spricht zusätzlich auch noch Deutsch, so dass es keine Verständigungsschwierigkeiten gibt. Die Vignette kostet ca. 35 € und gilt für 16 Tage ab Morgen. Das in den Internetunterlagen noch existente 30- Tagesticket soll es nicht mehr geben. Dafür gibt sie mir noch eine Anzahl von Prospekten und Karten mit. Nach Rückkehr zum Boot und Anbringen der Vignette geht es in die Stadt Thionville, um einerseits zu bummeln, aber auch einen neuen Druckschalter für eine Kabinenleuchte zu beschaffen. Gestern Abend hatte ich versucht, die Leseleuchte etwas zur Seite zu drehen, um blendfreies Licht zu erhalten. Dabei habe ich im Inneren der Lampe einen Kurzschluss verursacht, der die Sicherung für die gesamte Innenbeleuchtung durchbrennen ließ. Also hieß es schlafen gehen und die Reparatur auf den nächsten Tag zu verschieben. In der Stadt habe ich danach auch in einer Nebenstraße ein kleines Geschäft gefunden, das einen passenden Schalter vorrätig hatte, weil dieser auch einen Kurzschluss hatte. Wieder zurück an Bord, konnte ich dann die Instandsetzung durchführen, um nach dem Abendbrot mit der wieder vorhandenen Kabinenbeleuchtung das Bordbuch zu schreiben. Um 22.00 h war dann Schlafenszeit.

 

 

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

27.10.05

Schwebsange

10.30

Thionville

15.00

18

575

3

 

 

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

27

4.30

137.00

4.30

132.30

4.30

40,00 €

699,14

 

 

Freitag, 28.10.05

Die Bijou kommt sich etwas winzig vor
Erstes Wecken um 07.45 h. Der Blick nach draußen zeigt dichten Flussnebel. Also kann der Wecker noch einmal weiter gestellt werden auf 08.30 h. Ich genieße diese dreiviertel Stunde mit einem Dösen unter dem warmen Schlafsack. Da sich der Flussnebel sichtbar auflöst, ist danach aber Aufstehen angesagt. An Bord gibt es nur eine Katzenwäsche, da an Land keine Infrastruktur vorhanden ist. Um 09.30 h lege ich ab. Inzwischen ist der Himmel blau, nur ab und zu sieht man noch leichte Nebelschwaden. Um 10.15 h erreiche ich die die erste Schleuse, die Schleuse Orne/ Richemont. Auch hier funke ich die Schleuse an und der Schleusenmeister antwortet, dass er die Schleusung einleiten werde. Die Lichtzeichen vor der Schleuse gehen von rot auf rot/grün, ein sicheres Zeichen dafür, dass die Schleuse jetzt talwärts geht. Kurz danach öffnet sich das Schleusentor und das grüne Signallicht leuchtet. Ich kann einfahren. 4,3 m geht es hier aufwärts. Schon nach einer Viertelstunde fahre ich aus der Schleuse wieder heraus. Die Schleusen auf der Mosel sind alles Schleusen im Europaformat mit 195 m Länge und 11 m Breite, so dass die Bijou als einzelnes Schiff hier ausreichend Platz findet und sich manchmal etwas winzig vorkommt. Schon nach ca. 6 Km kommt die Schleuse Talange in Sicht, die auf Zuruf wieder sofort für mich zur Schleusung vorbereitet wird. Auch hier bin ich in 15 Minuten durch und fahre auf dem Oberwasser weiter in Richtung Metz, das ich um 13.00 h  erreiche. Hier muss ich einen kleinen Moment warten, da von dem dortigen Oberwasser noch ein kleineres Motorschiff talwärts geschleust wird. Aber um 13.30 h bin ich auch durch diese Schleuse. Das nächste Ziel ist die Schleuse Ars- sur- Moselle, die schon talwärts steht und in die ich direkt einfahren kann.

Öffentlicher Anleger in Pont- a- Mousson

Das heutige Ziel sollte eigentlich der Sportboothafen Corny- sur- Moselle sein, ein an einem Campingplatz angebundener Naturhafen in einem kleinen Nebenbecken der Mosel. Diesen Hafen erreicht man durch eine schmale Einfahrt, die sich dann zu einem See vergrößert. Aber leider ist hier schon die Saison zu Ende und der Hafen und der Campingplatz leer und verlassen. Der Flussführer „Die Mosel“ beschreibt in ca. 10 Km Entfernung in Pagny- sur- Moselle eine Charterbasis mit Anlegemöglichkeiten. Aber auch hier ist die Saison schon zu Ende. Also geht es weiter bis nach Pont- a- Mousson, wo ich nach weiteren 2 Schleusen um 17.30 h am Passantenanleger festmache. Hier liege ich mitten im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe zum Marktplatz und an der Rückseite der Markthalle. 300 m weiter ist zwar auch ein neuer, großer, kommunaler Yachthafen mit Strom und Wasseranschluss entstanden, der aber völlig leer und etwas abgelegen ist, so dass ich den Passantenanleger vorziehe. Diese Zentrumsnähe muss genutzt werden, sodass ich am Abend noch einen schönen Spaziergang durch die Stadt mache. Um 21.30 h mache ich das Licht an Bord aus und gehe schlafen.

 

 

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

28.10.05

Thionville

09.30

Pont a Mousson

17.30

32

607

5

 

 

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

32

8.00

145.00

7.30

140.00

12.00

0,00

699,14

Samstag, 29.10.05

Meine Bartstoppel werden langsam zum Vollbart
Um 08.30 h klingelt der Wecker und ich stehe auf. Draußen ist blauer Himmel und es verspricht auch wieder warm zu werden. Da ich weder Strom noch Wasseranschluss habe, gibt es wieder nur eine Katzenwäsche. Meine Bartstoppel werden langsam zum Vollbart. Schnell nutze ich noch die Nähe zur Markthalle und kaufe noch einiges ein. Um 09.30 h lege ich ab und fahre weiter flussaufwärts. Nach einer guten halben Stunde erreiche ich meine erste Schleuse für heute, die Schleuse Blenod/ Pont- a- Mousson. Wie üblich rufe ich über Funk den Schleusenmeister, bekomme aber keine Antwort und das Lichtzeichen bleibt auch auf rot. Nach mehrenden Versuchen lege ich vor der Schleuse an und gehe zu Fuß zur Schleuse. Das Schleusenmeisterbüro ist abgeschlossen, drinnen sind aber mehrere Lichter an, so das heute schon jemand da gewesen sein muss. Was tun? Während ich noch überlege, kommt ein Pkw auf das Schleusengelände gefahren, aus dem der Schleusenmeister mit einer Brötchentüte unter dem Arm aussteigt. Er wäre halt nur mal eben einkaufen gewesen. Der Schiffsverkehr sei sehr ruhig, sodass er nicht mit Kundschaft gerechnet hätte. Jetzt wird die Schleuse endlich in Betrieb gesetzt und um 11.00 h kann ich die Schleuse im Oberwasser verlassen.

Oktoberstimmung auf der französischen Mosel<br>

Nach 12 Km erreiche ich die Schleuse Custines, die ich schnell passiere. Um 12.35 h erreiche ich die dritte Schleuse für heute, die Schleuse Pompey- Frouard, bei der der Schleusenmeister auf meinen Funkanruf auch nicht reagiert. Da im Flussführer auch eine Telefonnummer angegeben ist, versuche ich es damit. Nach kurzer Zeit meldet sich der Schleusenmeister und verspricht, bald zu kommen. Wahrscheinlich habe ich ihn zu Hause beim Mittagessen erreicht. Nach 10 Minuten ist er da und die Schleusung kann auch hier beginnen. Nun folgen noch die beiden Moselschleusen Aingeray und Fontenoy, die ich ohne Wartezeiten passieren kann. Jetzt heißt es Abschied von der Mosel nehmen. Kurz vor Toul beginnt der Canal de Marne au Rhin, der durch die Schleuse 27 a von der Mosel getrennt wird. Eigentlich wäre der kürzeste Weg zum Mittelmeer der Weg über den Canal de l`est, dieser ist jedoch ab Anfang November wegen Reparaturarbeiten komplett gesperrt und ich muss daher den Weg über den Canal de la Marne au Rhin und den Canal de la Marne a la Saone nehmen. Dies bedeutet einen Umweg von ca. 150 Km und etwa 80 zusätzlichen Schleusen. Aber mir kommt es nicht auf die Zeit an und außerdem lerne ich damit weitere Landschaften und Orte kennen. Der Canal de la Marne au Rhin ist angeblich einer der meist befahrenen Kanäle Frankreichs und stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde 1853 fertig gestellt. Die Schleusenmaße mit 38,70 m Länge und 5,13 m Breite sind auf die damaligen Treidelschiffe, die Peniches eingestellt. Viele der Schleusen sind noch im Originalzustand und werden von Hand bedient. Einige sind zu Automatikschleusen umgerüstet worden, die von den Bootsführern selber bedient werden. Die Kanaltiefe beträgt mindestens 1,80 m, so dass die Bijou mit ihrem 1 m Tiefgang damit keine Probleme hat. Die Schleuse 27 a ist die erste der umgerüsteten Automatikschleusen. Von der Mosel kommend, muss an einer an einem Seil über der Mosel hängenden Stange eine Drehung von 90 Grad vorgenommen werden, womit man der Schleusensteuerung signalisiert, dass man von dieser Seite kommend, schleusen möchte. Das Vorbereiten der Schleusung läuft dann automatisch, bis man über das grüne Lichtzeichen die Erlaubnis zur Einfahrt in das Schleusenbecken erhält. In der Schleuse selber gibt es dann an irgendeiner Stelle, die einmal links und mal rechts und vorne, in der Mitte oder hinten sein kann, zwei Stangen. Die blau markierte Stange wird durch Anheben oder Drehen betätigt, um den Schleusenvorgang weiter zu führen, die rot markierte Stange ist ein Notsignal, das bei Betätigen den Schleusenvorgang stoppt. Auch wenn die Hubhöhe auf diesem Kanal in den Schleusen meist nur zwischen 3 m und 4 m ist, ist die Strömung bei der Bergschleusung durch das einströmende Wasser beachtlich. Man muss das Boot schon ordentlich festlegen, damit man es halten kann. Allein ist das jedoch nicht ganz einfach. Üblicherweise belege ich auf Slip an einer Leiter, an der ich auch entsprechend leicht umstecken kann, dann muss ich jedoch schon mit aller Kraft das Boot an der Kaimauer halten.  Direkt nach der Schleuse 27 a folgt eine manuelle Schleuse 27, die von einem dort stationierten Schleusenmeister bedient wird. Dieser bedient dann auch die erste Hubbrücke, die wir passieren. Nach gut zwei Km kommt die Schleuse 26 und danach der in dem Flussführer „Binnengewässer Frankreichs“ vermerkte Sportboothafen Toul direkt an der Altstadt und den Festungsmauern von Toul in Sicht. Dort lege ich um 17.00 h an. Die Sanitäreinrichtungen sind zugeschlossen und der Stromanschluss ist abgeschaltet. Die Saison ist hier vorbei und ich werde in den nächsten Tagen das einzige Sportboot sein, das um diese Jahreszeit hier noch unterwegs ist. Der Hafen ist schön angelegt, aber nun in der Nachsaison sehr einsam, so dass ich die Bijou nur ungern allein lasse und nur einen kurzen Spaziergang in die Altstadt von Toul unternehme. Abends schreibe ich noch das manuelle Bordbuch und weil mein Laptop streikt, muss ich irgendwann das elektronische Bordbuch nachschreiben. Um 21.30 h ist Schlafenszeit.

 

Tag

Startort

Startzeit

Zielort

Zielzeit

Etmal

Ges.

Anz.

 

 

 

 

 

 

Etmal

Schl.

29.10.05

Pont a  Mousson

09.30

Toul

17.00

23

630

8

 

 

Ges.

Fahr-

Ges.

Mot. h

Ges.

Mot. h s.

Tages-

Ges.-

Schl.

zeit

Fahrzeit

 

Mot. h

Tanken

Kosten

Kosten

40

7.30

152.30

6.00

146.00

18.00

12,00

711,14

 

 

Text und Fotos: Hans Potthast, Berlin

... lesen Sie hier Teil 3 dieses außergewöhnlichen Törnberichtes


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