„In zwanzig Jahren wirst du die Dinge bereuen, die du nicht getan hast und nicht diejenigen, die du getan hast. Also wirf die Leinen los. Verlasse den sicheren Hafen. Spüre den Passat in deinen Segeln. Wage es. Träume und entdecke.“ Das sagte einst Mark Twain, dieser elende Klugscheißer. Mit Sicherheit hat er nie ein altes, großes Segelschiff gehabt. Eines, das dein ganzes Leben beherrscht, das alles denken und streben lenkt und das sämtliche Energie und das bisschen Geld, das du mühsam zusammenkratzt, aufsaugt wie ein schwarzes Loch im Weltall die Sonnen. Pah! Wenn der gewusst hätte…
Es begann an einem verhängnisvollen Tag in meinem Büro, als ich, statt zu arbeiten, wie so oft im Internet segelte und dabei auf die Verkaufsanzeige des Klippers stieß, der ein halbes Jahr später mir gehören, „Pippilotta“ heißen und meiner Familie ein schwimmendes Heim sein würde. Wir – Anke, unser Sohn Ole und ich - lebten ja schon ganz gut auf einem ehemaligen Frachter namens „Libje“, einem kleinen, zur Wohnung umgebauten Binnenschiff von 23 Meter Länge. Ein Motorkahn. Keine Masten, keine Segel. Aber urgemütlich. Ole war drei, schon fast vier Jahre alt. Und ein neues Baby kündigte sich an. Wir brauchten mehr Platz, dachten wir. Und endlich wieder ein Segelschiff, dachte ich. Masten und Segel! Takelage, Tauwerk und Blöcke! Das liefert mir neue Ideen und Inspirationen. Letzteres bringt so ein altes Segelschiff fast immer hervor, aus den untersten Tiefen fördert es die Träume und Sehnsüchte zutage. Fatal ist das.
So auch hier. Plötzlich blühten die Ideen, für lange Reisen auf einem ungewöhnlichen Schiff, Ideen auch von Buchprojekten, Filmen, Artikelserien. Wie ein Aufatmen, eine frische Brise packte es mich. Wattenmeer, London, St. Petersburg: Wir kommen! Ich studierte die Seekarten, erste Hürden tauchten auf: Der Göta Kanal – etwa zu klein (der Kanal, nicht das Schiff)? Ich sah es nach in der Verlaufsanzeige. Die Masthöhe des Schiffes beträgt zirka 21 Meter, die maximale Durchfahrtshöhe für den Kanal ist mit 22 Meter angegeben. Passt!
Weniger passend war die finanzielle Komponente. Für das gleiche Geld hätten wir uns auch ein Haus kaufen können. Vielleicht nicht in dieser vornehmen Nachbarschaft, nicht in dieser schönen Lage. Doch das sind nun einmal die drei Dinge, die, wie jeder Makler weiß, bei einer Immobilie einzig und allein zählen: Lage, Lage, Lage. In dieser Hinsicht könnte der Liegeplatz unseres Wohnschiffes nicht besser sein, in einem wunderschönen kleinen Hafen in einer der teuersten Wohngegenden Hamburgs, nicht nur direkt am, sondern eben sogar auf dem Wasser. Natürlich mit unverbaubarem Elbblick, für den die da drüben an Land alleine schon ein ganzes Vermögen hinblättern, wobei unser Elbblick, zugegeben, über die Hafenmole nur bei Hochwasser, nicht jedoch bei Ebbe zu genießen war.
Also, dieser alte Klipper sollte, musste es sein. Ich grübelte und rechnete Abende lang, welche Geldtöpfe ich anzapfen könnte, welche Sparschweine schlachten, was verkaufen, wie viel leihen. „Beg, steal and borrow“ war das Motto wenn ich eine Vision, die ich endlich wieder hatte, auch realisieren wollte! Die Kehrseite: In langen, dunklen, schlaflosen Nächten kamen die Zweifel. All diese Technik, die Maschine, der Rost. Könnte ich so ein Schiff überhaupt segeln und im Hafen manövrieren, ohne dabei kleine Boote zu versenken? Ich zwang mich zur Ruhe. Cool bleiben, alles geht, man muss es nur dringend genug wollen, das habe ich schließlich schon immer gepredigt.
Zuerst aber muss man vor allem das vorhandene Schiff verkaufen. Schicksal! Das ging nämlich, entgegen sämtlicher Erwartungen, fast wie von alleine. Im Internet stieß ich auf einen Schotten, ausgerechnet, der ein Schiff suchte. Dieser Schotte war der lebende Beweis, dass die meisten Sprichwörter auf Lügen und Legenden gebaut sind: Geizig war er jedenfalls nicht. Was er dort im Internet beschrieb war – unser Motorschiff. Ich mailte ihm Bilder und Beschreibungen, er schickte sofort einen Bekannten zu uns. Jens hieß der, mein reziproker Namensvetter, sozusagen. Ein Kriminalbeamter, aber nett. Jens hatte gerade vorher Urlaub gemacht im „Shorehouse“ auf der wunderschönen Insel Mull, das war das „Bed & Breakfast“, dass der Schotte Ian und seine Frau verkauften, um sich eben ein Schiff wie unseres zuzulegen, um es als schwimmendes B&B in der Bretagne einzusetzen. Im Urlaub im „Shorehouse“ hatte Jens Ian angeboten, falls der zufällig ein Schiff in Deutschland finden würde, sich das vorab für ihn anzusehen. Und dann kam wenige Tage später unsere „Libje“ auf den Plan, in Hamburg, und Jens also bei uns vorbei. Er erzählte vom Segeln, von seinen Kumpels. Über einen von denen hatte ich vor Jahren sogar mal eine kleine Geschichte geschrieben. Jens war begeistert von unserem Schiff und von so vielen Zufällen – gemeinsamer Name, Bekannte, gute Stimmung, er würde am liebsten auch irgendwie so was machen, also irgendwo rumschippern oder sogar auch an Bord leben, aber: Das liebe Geld. Und dann noch eine Frau, die nichts mit Wasser am Hut hat. Die üblichen Probleme. Immerhin hatte er, Hut ab, schon mal als Trainee auf dem Vollschiff „Christian Radich“ einen Orkan in der Nordsee abgewettert und dabei sogar eine Stunde lang am Ruder gestanden. Ob ich dagegen wohl jemals ein Segel auf der noch nicht so heißenden „Pippilotta“ hochkriegen würde? Oder ob ich Büroweichei vielmehr japsend an Deck zusammen bräche noch bevor der Lappen halb oben war? Jedenfalls braucht man dann kein Fitness-Studio mehr. Und immerhin war dieses Schiff zwar schon 100 Jahre alt, aber aus Eisen. Da darf man selber schon ein Holzkopf sein: „Als die Schiffe noch aus Holz und die Männer aus Eisen waren...“, heißt es unter alten Fahrensleuten. In diesem Fall war es schon umgekehrt.
Meine Zweifel verschwanden immer sofort, wenn ich mir das Schiff unter vollen Segeln vorstellte, wenn ich mir die Karte vom Göta Kanal oder von der östlichen Ostsee vornahm oder mir ausmalte, wie wunderschön das Wattenmeer im Dezember sei. Immer weiter, einen Schritt weiter in der eigenen Entwicklung! Die „Pippilotta“ war schon eine große Herausforderung und das in jeder nur denkbaren Hinsicht, aber sonst ginge es ja gar nicht weiter; man will sich ja entwickeln, sich auf der Leiter der persönlichen Evolution ein paar Sprossen raufhangeln. Rest is stagnation and activity madness!, hieß es schon bei Epikur. Also, auf, madness, die Verrücktheit, ist allemal die bessere Wahl! Von Zeit zu Zeit braucht man doch ein Abenteuer. Aber gerade jetzt? Wo doch das zweite Kind unterwegs war? Eher nicht, aber mit den Abenteuern ist es ganz genauso wie mit dem Kinderkriegen, was ja auch ein Abenteuer ist: So richtig passt es nie. Aber dann geht es doch und wird (hoffentlich) wunderbar.
Die Dinge nahmen also ihren Lauf. Ian kam, sah und kaufte. Unser Schiff. Wenn da nur nicht diese Geschichte mit den Schafen auf der Insel Mull gewesen wäre. Aber davon ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nichts. Anfangs sah es nämlich noch alles ganz einfach aus. Gutachten für beide Schiffe anfertigen lassen, eventuelle Reparaturen in Auftrag geben, die Übergabetermine koordinieren und die Überführungen der Schiffe planen, eines von Friesland nach Hamburg und das andere von Hamburg nach Harlingen, wo Ian unsere „Libje“ zum kleinsten Hotelschiff der Welt umbauen lassen wollte. Wir hatten Oktober. Weihnachten, dachten wir, würden wir auf unserem neuen Schiff in Hamburg feiern.
Dann ging alles schief. Das Gutachten unseres neuen Schiffes war kaum weniger als ein Todesurteil. Wir stiegen in den Ring und begannen unsere lang anhaltenden Diskussionen und Streitereien mit den Verkäufern, die von all den Mängeln und Macken und Defekten angeblich nichts geahnt haben wollten. Immer wieder wurde repariert, wurde der Preis neu verhandelt. Wir ließen nicht ein Gutachten erstellen, nicht zwei oder drei sondern viele. Das alles zog sich in die Länge.
Ebenso, wie der Verkauf des „Shorehouse“ auf der fernen Insel Mull. Das tangierte uns insofern, als dass Ian unser altes Schiff nicht würde bezahlen können, bevor dieser Hauskauf nicht abgewickelt war. Womit wir wiederum unser neues Schiff nicht würden bezahlen können, bevor dieser Hauskauf nicht abgewickelt war. Und der konnte monatelang nicht abgewickelt werden – wegen der Schafe.
Es dauerte lange, bis ich es begriffen hatte. Als Ian unser Schiff kaufte, war sein Hausverkauf so gut wie gelaufen – dachte er. Immerhin hatte er zu dem Zeitpunkt schon einen von einer Käuferin unterschriebenen Kaufvertrag in der Tasche. Womit auch er nicht gerechnet hatte, war ein Gesetz aus dem frühen Mittelalter, das in dieser Form wohl nur auf den Inseln der Westküste Schottlands bis heute überlebt hat. Es ist ein sehr soziales Gesetz, denn es gestattet jedem Inselbewohner, dass er seine Schafe überall auf seiner Heimatinsel grasen lassen darf. Und wenn in so einem Gesetz steht „überall“, dann meint es auch genau das. Überall. Auch im Garten jedes anderen Inselbewohners, auch in deren Gemüsebeeten und Rosengärten und wo auch immer. Ian hatte sich um dieses obskure Gesetz niemals geschert, solange er das „Shorehouse“ auf der Insel Mull hatte, aber offenbar waren auch keine Schafe zum Fressen in seinen Garten gekommen. Beim Verkauf des Hauses an eine wohlhabende Dame vom britischen „Festland“ jedoch meinte der Inselnotar, der guten Ordnung halber auf die geltende Rechtslage bezüglich frei und wild grasender Schafe hinweisen zu müssen.
Damit hatte er ein Torpedo abgefeuert, der um ein Haar das ganze fragile Kartenhaus unserer Schiffstransaktionen zum Einsturz gebracht hätte.
Die Dame, ganz offensichtlich Städterin und vom eher robusten Landleben gänzlich unbeleckt, weigerte sich. Sie wolle unter keinen Umständen fremde Schafe in ihrem Garten dulden, noch nicht einmal die Schafe von ansonsten eventuell sogar freundlich gesonnenen Nachbarn. Kein Problem, sagte der Notar, man müsse lediglich jeden einzelnen Schafsbesitzer auf der Insel anschreiben und darum bitten, dass diese den Verzicht auf die Nutzung der Weidegründe des „Shorehouse“-Gartens durch ihre Schafe schriftlich erklärten. Schon sei das Problem aus der Welt. Eine reine Formsache, im Handumdrehen erledigt.
Leider ticken die Uhren auf fernen, schottischen Inseln gänzlich anders, als bei uns im hektischen Mitteleuropa. Ian ließ es mich ahnen: wenn dort eine Sache „im Nu“ erledigt sei, so könne es sich in Wirklichkeit über Monate hinziehen. Und so kam es denn auch. Klar war nur, dass kein Geld fließen würde, nicht an Ian und daher auch nicht an uns, solange nicht auch der letzte Schafskopf auf der Insel Mull diese notarielle Einwilligung zum Weideverzicht gegeben hatte. Und das dauerte. Und dauerte. Und dauerte. Einer war im Urlaub, ein anderer vorübergehend nach Australien gezogen, ein dritter antwortete grundsätzlich nicht auf Briefe.
Vor allem dieser letzte Schafs-Clown machte uns Probleme. Ohne seine Einwilligung würde nichts laufen, auch die Schiffsverkäufe nicht. Der holländische Makler, der den Verkauf unserer noch nicht so heißenden „Pippilotta“ regelte, hatte einen echt niederländischen Vertrag aufgesetzt, den ich Schafskopf, um beim Thema zu bleiben, unterschrieben hatte. Wer mit den Holländern Geschäfte macht, das hatte sich leider zwar schon überall an der Küste aber noch nicht bis zu mir herumgesprochen, muss sich verdammt warm anziehen. Es wird ihm nämlich alsbald ein eisiger Wind entgegen wehen. Auf Kulanz muss man dann nicht mehr hoffen, ein sehr guter Anwalt auf der eigenen Seite ist in jedem Fall ein Vorteil. Denn im Kaufvertrag war natürlich auch die Bezahlung minutiös genau geregelt, mit exakten Daten, wann das Geld zu fließen habe. Und mit ebenso exakten Zinsangaben für den Fall, dass es nicht pünktlich auf dem Notarkonto landen würde.
Und ganz sicher würden die niederländischen Käseköpfe keinerlei Verständnis für die schottischen Schafsköpfe aufbringen. Sie würden mich schlicht und einfach und eiskalt lächelnd Zins und Zinseszins mit allen dazugehörigen Bank- und Notargebühren zahlen lassen, solange der Kaufpreis, aus welchen Gründen auch immer, nicht pünktlich fließen würde. Dagobert Duck, da bin ich mir seither ganz sicher, muss ein Holländer gewesen sein.
So gesehen war der erbärmliche Zustand des Klippers ein versteckter Segen. Denn dadurch verzögerte sich nun doch der gesamte Zeitplan. Genau für diesen Fall, dass während des Kaufes Mängel aufträten, war im Vertrag entsprechender Aufschub vorgesehen. Solange wir also diskutierten, stritten, Gutachter bemühten und schließlich sogar auch Anwälte, solange wenigstens hielt der seidene Faden noch, an dem das Schwert der nicht zahlenden Schotten über meinem Kopf baumelte. Ein Nerven aufreibendes Jonglieren, das mehrere Wochen anhielt. Viel Schlaf bekam ich damals nachts nicht. Einerseits wollte ich mich endlich mit den Holländern einigen, andererseits musste ich mir dann auch sicher sein, dass ich würde zahlen können. Der Ton zwischen den Verkäufern und mir hatte sich mittlerweile derart verschärft, dass auf jegliches freundliches Entgegenkommen wahrlich nicht mehr zu hoffen war. Ein Fehler meinerseits, dieses ungute Gefühl hatte ich jedenfalls, und sie würden sich vor Vergnügen die Hände reiben und die größten Messer hervorholen, derer sie habhaft würden.
Ian hingegen hatte seine eigenen Sorgen und wenig Verständnis für meine verzwickte Lage. „Sie haben versucht, dir ein überteuertes und mangelhaftes Schiff unterzujubeln“, sagte er bloß. „Sie sollten jetzt wirklich nicht in der Lage sein, noch weiteren Druck auszuüben!“ Leider kannte Ian die Holländer schlecht, denn genau in der Lage waren sie noch immer, und natürlich nutzten sie das auch. Immerhin hatten wir uns in der Zwischenzeit schon auf diverse Reparaturen geeinigt, die noch auf Rechnung der Verkäufer auszuführen waren, und auch den Kaufpreis substanziell nach unten korrigiert. Aber dennoch, der ursprüngliche Kaufvertrag galt. Das letzte was ich mir leisten konnte war, am Ende um Aufschub der Zahlung bitten zu müssen weil die Schotten ... es war zum Verrückt werden.
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Und allmählich spitzte sich die Sache zu. Etwa ein Vierteljahr verhandelten wir nun schon so fröhlich alle miteinander. Meine Nerven lagen blank. Ich schrieb ein weiteres e-Mail an Ian mit der verzweifelten Anfrage, ob es von seiner Schafsinsel Neuigkeiten gäbe. Leider lagen offenbar auch seine Nerven blank. Er schrieb mir nämlich zurück, dass er gerne vom Kaufvertrag zurücktreten würde. Ich solle ihm doch bitte die bereits von ihm geleistete Anzahlung zurück überweisen, die ebenso bereits ausgeführten Reparaturen an „Libje“ selber zahlen und das wäre es dann.
Ich dachte, unter mir würde sich der Schiffsboden auflösen. Ich würde also als stolzer Eigner zweier stattlicher Schiffe bankrott gehen. Das war aber noch nicht alles. Noch während ich nach Luft japsend um einen letzten Rest von Fassung kämpfte, kam eine weitere Mail von ihm. Darin stand das Unglaubliche:
„Lieber Detlef – buchstäblich nur Minuten nachdem ich die letzte Mail abgesendet hatte, rief mich mein Anwalt an. Er hat endlich die notwendige Verzichtserklärung von dem letzten Schafsbesitzer bekommen! Dies war das allerletzte, auf das wir noch gewartet haben! Jetzt werden wir den Verkauf bis Ende Januar ohne weitere Probleme abwickeln können. Nach allem, was passiert ist, wage ich kaum es zu sagen und es würde mich nicht wundern, wenn jede Sekunde hier ein Meteorit auf dem Haus landen würde aber es sieht so aus, als hätten wir es endlich geschafft...“
Ich konnte es nicht fassen. Zuviel der Dramatik – vor ein paar Minuten noch der totale Absturz, und jetzt ist alles gerettet? Das kann doch nur Schicksal sein! Aber gleich tauchen neue Fragen auf. Wie lange wird es wirklich dauern, bis das Schiff soweit repariert ist, dass wir es nach Hamburg segeln können? Wie wird dann das Winterjanuarwetter sein? Es blieb spannend. Die armen Leute an Land, die in ihren perfekten, geheizten, dichten, heilen, immobilen Häusern wohnen, die erleben ja rein gar nichts...!
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2. Kapitel aus dem Buch
Flaschenpost und Wolkenkino
Paperback im Format 13,5 mal 21,5 Zentimeter
144 Seiten
Preis: 9,80 Euro
ISBN 3837049213
Mehr Infos unter www.flaschenpost-und-wolkenkino.de
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Wasser ist Bewegung, Wasser ist Leben. Aber Leben auf dem Wasser? Zumindest in Deutschland ist das eher ungewöhnlich. Dabei gibt es keine schönere Art zu wohnen und zu leben, meint zumindest der Autor dieses Buches, Detlef Jens. Jahrelang war er, mit verschiedenen Yachten, auf den Meeren unterwegs und traf dabei die wunderbarsten Menschen. Jetzt, mit Familie, ging er zwar in Hamburg vor Anker – aber deswegen noch lange nicht an Land.
Das Buch „Flaschenpost und Wolkenkino“ ist – ja, was? Roman? Dokumentation? Autobiographie? Bericht? Von allem etwas. Es ist vor allem die humorvoll und unterhaltsam erzählte Geschichte eines Lebens auf und mit Segelschiffen. Von einer jungen Familie, die auf einem sehr alten Frachtsegler lebt. Und von den unterschiedlichsten Menschen, die eines eint: Die Leidenschaft für die See und das unstete Leben auf dem Wasser. Mit anderen Worten: Verrückte, Boatbums, Liveaboards, Seenomaden. Wer auch nur einen Tropfen Salzwasser im Blut hat, den wird dieses Buch nicht kalt lassen – es entführt in eine andere Welt, die zu entdecken sich für Landratten ebenso lohnt, wie für gestandene Seebären.