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15.03.07

Fernstart für den Anker

Praxistipp von Hans Mühlbauer

Wer schon mal alleine unterwegs war kennt sicherlich das Problem mit dem Ankern und der Ankerbedienung. Glücklich ist der, der eine elektrische Ankerwinsch mit Vor- und Rückwärtsgang sein eigen nennt, die auch noch vom Cockpit aus bedient werden kann.

 

Aber die meisten Schiffer werden solch ein edles Teil nicht an Bord haben.

Glücklicherweise geht es auch anders - mit einem Fernstart, einer Art Fernauslösung für den Anker.

 

Für dieses Manövers benötigen wir eine dünne Sorgleine, die bis ins Cockpit reichen muß. Durch den Schäkel am Anker - oder durch die Kette - wird die Leine etwa einen Meter vom einen Ende entfernt durchgeschoben. Mit dem kurzen Ende und mit dem durchgesteckten (doppelten) Leinenstück wird ein halber Schlag geknotet.

 

Dann wird der Anker wie üblich über die Bugrolle gehängt, damit er mit seinem Gewicht beim Fallen die Kette aus dem Kettenkasten zieht. Das kurze Leinenende wird zum Beispiel an einer Bugklampe belegt. An dieser Leine hängt jetzt das gesamte Ankergewicht - die Kette liegt lose und zum Ausrauschen bereit.

 

Jetzt kann der Ankerplatz angefahren werden, und zum rechten Zeitpunkt zieht der Skipper an der Sorgleine im Cockpit, der halbe Schlag auf Slip löst sich vom Anker und das Eisen rauscht in die Tiefe!

 

So kann auch ein Einhandsegler (oder der Skipper mit Anfängercrew) sein Ankermanöver ohne stressiges Umherhüpfen zwischen Ankerkasten und Steuerplatz elegant durchführen.

 

Links:
text: Hans Mühlbauer
www.dmcreisen.de





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