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05.11.10

Malaysische Freundlichkeit oder die Einsamkeit der Nordseeküste

Die Lieblingsreviere der Weltumsegler und Experten der hanseboot. 51. Internationale Bootsausstellung Hamburg vom 30. Oktober bis 7. November 2010

Viele nützliche Infos gibt es auf der hanseboot 2010
Foto: fahrtensegeln.de

Eine einzigartige Naturschönheit, lange gesuchte Ruhe oder auch der Kontakt mit unbekannten Kulturen und Traditionen – auf dem Seeweg lassen sich zahllose ganz besondere Orte ansteuern. Wo es aber wirklich am schönsten ist, dazu gibt es unzählige unterschiedliche Meinungen.

Die hanseboot hat die Weltumsegler Bobby Schenk und Sönke Roever sowie den Fotografen und erfahrenen Segler Michael Amme nach ihren Lieblingsrevieren in der Ferne und vor der Haustür befragt.

Weitere Tipps und wichtige Informationen zu den Revieren in aller Welt bekommen Besucher der hanseboot bei der kostenlosen Törnberatung.

In der Ferne: Von Malaysia über Panama bis zur griechischen Ägäis

Bobby Schenk: „Mein Lieblingsrevier ist Malaysia. Wenn ich alle Reviere der Welt mit Punkten bewerten müsste, dann würde Malaysia an erster Stelle liegen. Warum? Es gibt dort – das ist für mich das wichtigste – keine Hurrikans, man muss also seine Reisepläne nicht nach der Existenz von „Hurricane-Holes“ richten.

Stürme sind auch so selten, dass ich mich in fünf Jahren dort nur an eine einzige stürmische Nacht erinnern kann. Ankerplätze gibt es in Hülle und Fülle, keiner ist überfüllt wie im Mittelmeer. Die Marinas gehören zu den sichersten auf der Welt, sie sind luxuriös und trotzdem außerordentlich günstig, wenn man Mittelmeer-Maßstäbe anlegt.

Generell ist das Leben in Malaysia sicher für jedermann erschwinglich – eine Mahlzeit kann man schon für einen Euro im Restaurant bekommen. Vor allem aber sind es die Menschen, die dieses Revier so liebenswert machen.“

Michael Amme: „Die griechische Ägäis, das ist mein Lieblingsrevier. Für mich bedeutet das: Anspruchsvolles Segeln mit Windgarantie im Sommer bei strahlend blauem Himmel und T-Shirt-Wetter. Außerdem finden sich dort noch die für das Mittelmeer selten gewordenen preiswerten Stadthäfen mit ihrem einmaligen mediterranen Charme – und nicht eine gesichtslose Marina nach der anderen.“

Sönke Roever: „Mein Lieblingsrevier weltweit, das sind die San Blas Inseln in Panama. Wunderschöne kleine Inseln vor der Nordküste Panamas, die hinter einem schützenden Außenriff liegen. Somit lässt es sich hier geschützt segeln. Allerdings muss man bei der Navigation höllisch aufpassen. Im Revier gibt es viele Riffs und die Karten sind schlecht vermessen. Als Entschädigung gibt es unzählige Ankerplätze vor Palmen und Strand in türkisem Wasser. Das Salz in der Suppe sind die hier lebenden Kuna-Indianer mit ihrer einzigartigen Tradition.“

 
Vor der Haustür: Wattenmeer, Chiemsee und die westschwedischen Schären

Bobby Schenk: „Vor der nahen Haustüre liebe ich den Chiemsee, schließlich ist das meine Heimat und dort habe ich das Segeln gelernt. Ein paar Flugstunden von München entfernt liegt das wohl schönste Segelrevier in Europa von Mai bis Ende Oktober. Gemeint ist die Türkei, vor allem die Gewässer zwischen Marmaris und Fethiye.“

Michael Amme: „Ich mag die Nordseeküste, speziell das holländische Wattenmeer beziehungsweise die Wattensee. Das steht für ein anspruchsvolles Segelrevier in Gezeitengewässern. Außerdem finden sich dort im Wattenmeer wunderschöne einsame und naturbelassene Inseln.“

Sönke Roever: „Mein Lieblingsrevier in der Nähe sind die westschwedischen Schären zwischen Göteborg im Süden und Strömstadt im Norden. Hier gibt es tausende kleiner Inseln, an denen wir im Sommer tagsüber entlang segeln und abends geschützt vor Heckanker liegen. Dann wird der Grill aufgebaut und in den langen hellen skandinavischen Nächten auf den Felsen gegessen und mit anderen geklönt. Das alles inmitten der Natur. Aber auch hier gibt es einen kleinen Haken: Die Navigation in dem Labyrinth aus Felsen ist nicht immer ganz einfach.“

Die hanseboot 2010, 51. Internationale Bootsausstellung Hamburg, vom 30. Oktober bis 7. November 2010 ist täglich von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch von 10 bis 20 Uhr auf dem Gelände der Hamburg Messe und auf der In-Water hanseboot an der Elbe geöffnet. „Kids go free!“: Kinder und Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren haben freien Eintritt. Die Comeback-Karte für 13 Euro (ermäßigt 11 Euro) berechtigt zum Wiedereintritt ab 15 Uhr an einem beliebigen Tag.

Links:
www.hanseboot.de





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