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01.02.07

Überläufer auf der Winsch klarieren

Bei einer Wende, gerade bei stärkerem Wind, muß es schnell und konzentriert gehen: Das Vorsegel muß auf die andere Seite - möglichst schnell, damit das wertvolle Tuch nicht durch unnötiges Killen im Wind ausgeleiert wird, und natürlich, damit die Segel auf dem neuen Bug schnell wieder für Vortrieb sorgen. Das Manöver wird vorbereitet: Der Rudergänger sagt das anstehende Manöver an, die stramme Fockschot ist klar zum schnellen Loswerfen, und die noch lose zweite Fockschot wird auf die Winsch gelegt, damit sie vorbereitet ist zum Dichtholen. Jetzt legt der "Helmsman" Ruder und zügig dreht die Yacht durch den Wind. Ist der Winddruck aus dem Segel wird die Fockschot losgeworfen, und jetzt kommt´s: Die neue Fockschot sollte jetzt blitzschnell Hand über Hand dicht geholt werden, und da passiert´s: Ein Überläufer auf der Fockwinsch! Damit nicht genug, denn das Vorsegel füllt sich mit frischem Wind, auf die Schot kommt tüchtig Zug und der Überläufer verwandelt sich blitzschnell in einen schier unlösbaren stramm zusammengezogenen Knoten!

 

Das kann durchaus gefährlich sein, denn das Vorsegel ist jetzt nicht mehr kontrollierbar. Mit einem Messer ist die prekäre Situation durchaus schnell lösbar, aber es geht auch anders: Mit einer freien Leine wird VOR der Winsch ein Stopperstek auf die belastete Fockschot aufgesetzt. Diese Hilfsleine kommt auf eine freie Winsch und wird dort stramm durchgesetzt. Dies entlastet den Überläufer auf der Fockwinsch, der jetzt recht einfach gelöst werden kann. Ist dies geschehen, dann wird die Fockschot wie üblich auf der Fockwinsch dichtgeholt und der Stopperstek kann abgenommen werden - und Schot, Fock und letztendlich auch Schiff sind gerettet.

Links:
text: Hans Mühlbauer
www.dmcreisen.de





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