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Seekrankheit: Erwischen kann es jeden

Es beginnt mit Blässe, Schwindel, Kopfschmerz und endet mit Übelkeit und Erbrechen. Vor Seekrankheit ist niemand gefeit. Ausgelöst wird diese „Geißel der Seefahrer“ durch die ungewohnten Schiffsbewegungen, die sich störend auf das Gleichgewichtsorgan im Innenohr auswirken. Hinzu kommen Angst und Unsicherheit, die das Übelkeitsgefühl noch verstärken können.

Bei den ersten Anzeichen flach im Salon hinlegen – den Kopf mittschiffs - das hilft manchem oft schon Schlimmeres zu vermeiden. Auch autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen können probate Mittel sein, der Seekrankheit ein Schnippchen zu schlagen. Erfahrungsgemäß werden auch die weniger seekrank, die Aufgaben an Deck wie z. B. Rudergehen übernehmen.

Wen es dennoch erwischt, der ist mit dem einen oder anderen Medikament in der Regel gut beraten. Dabei haben sich homöopathische Mittel, Kaugummi (Super-Pep) oder – wenn es wirklich schlimm wird – Paspertin oder MCP-Tropfen als besonders wirkungsvoll erwiesen. Wenn man von der unangenehmen Begleiterscheinung absieht, dass letztere müde und apathisch machen können.

Damit man von Seekrankheit erst gar nicht befallen wird, haben sich einige prophylaktische Maßnahmen als hilfreich herausgestellt. Manche schwören auf das Kauen von rohem Ingwer, andere sind fest davon überzeugt, dass das Anlegen von Akupressurbändern (als Sea-Band im Handel erhältlich) das Schlimmste verhindert. Ausprobieren muss jedoch jeder selbst und herausfinden, was am besten hilft. Vorsicht ist bei Kindern angeraten, denn diese leiden unter der Übelkeit besonders stark. Ein Praxistipp: die Kleinen mit einfachen Spielen oder Singen beschäftigen oder mit Geschichten ablenken.

Ein Trost für alle, die von der Seekrankheit heimgesucht werden: Die Symptome verschwinden, sobald man wieder festen Boden unter den Füßen hat.





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