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Niederländisches Wattenmeer

Oudeschild auf Texel

Aufgereiht wie an einer Perlenschnur liegen sie im niederländischen Wattenmeer. Die westfriesischen Inseln Texel, Vlieland und Terschelling. Und jede hat ihren ganz besonderen Charme. Vom Ijsselmeer erreicht man sie in bequemen Tagestörns. Und entdeckt dabei ein Naturparadies allererster Güte

Der Sommer hielt was die Wetter-Prognosen versprochen hatten: Mit sonnigen Tagen und recht lauen Nächten, Temperaturen zwischen 20 und 26 °C ist es für niederländische Verhältnisse bereits ausgesprochen warm. Ideal für einen Törn ins Wattenmeer und hinaus zu den Inseln Texel, Vlieland und Terschelling, die aufgereiht wie an einer Perlenschnur vor der nordniederländischen Küste liegen.

Mit unserer 10-m-Fahrten-Segelyacht „TAMAM“, einem Einzelbau aus Holz, starten wir in der zweiten Hälfte eines zweiwöchigen Ferientörns vom Heimathafen am östlichen Teil des Ijsselmeers. Unsere beiden Töchter,19 und 14 Jahre alt, die schon als Kleinkinder in diesem Revier mitsegelten, freuen sich riesig auf die Insel-Ferien. Bei südwestlichen kräftigen Winden erreichen wir schon nach zwei Stunden die Schleuse Kornwerderzand, nahe bei dem Örtchen Makkum. Hier beginnt der Abschlussdeich, der das Wattenmeer vom Ijsselmeer trennt und bis Den Oever verläuft. Dort öffnet eine weitere Schleusenanlage den Weg zum Wattenmeer.

Wir sind natürlich an diesem sonnigen Tag nicht alleine unterwegs: Kurz vor Hochwasser wollen wir die Schleuse verlassen haben. Das ablaufende Wasser soll uns dann mit einer Stromstärke von 2 Knoten zu den Inseln hinübertragen. Aber der Ansturm von Freizeitbooten hält sich in Grenzen, wie so oft wenn der Wind etwas heftiger bläst. An Tagen mit wenig Wind drängen sich hier jedoch massenhaft Boote, und Wartezeiten von zwei Stunden und mehr sind einzukalkulieren.

Extrem schmale Fahrrinne
Unser erstes Ziel ist Terschelling, das ca. 22 sm entfernt liegt und bei günstigem Wind und Strömungsverhältnissen mit unserer Segelyacht, die 1974 in Spanien gefertigt wurde, in ca. 4-5 Stunden zu erreichen ist. Ein Ziel allerdings, das bei stärkerem Wind nicht zu unterschätzen ist. Denn aufgrund von Versandungen vor der Insel ändert sich die Fahrrinne ständig und ist auch an einigen Stellen extrem schmal. Hinzu kommen widrige Verhältnisse, die an den Gats zwischen den Inseln anzutreffen sind, und die bei Starkwind oder bei Strom gegen Wind schnell Probleme bereiten können.

Das Wattenmeer liegt in seiner ganzen Pracht vor uns. Wir beobachten zahlreiche Seevögel, und ab und zu taucht zu unserer Freude auch einmal der Kopf einer neugierigen Robbe auf. Der Robbenbestand hat sich auch in diesem Teil des Wattenmeers erfreulicherweise wieder erholt. Es ist friedlich hier draußen und der Pulk der Boote, der mit uns die Schleuse passiert hat, verliert sich schnell in der Weite des Wattenmeeres.

Zu den Inseln Terschelling und Vlieland führen zwei Fahrwasser von Kornwerderzand hin. Das eine heißt „Boontjes“ und verläuft zum friesischen Städtchen Harlingen. Von dort geht es dann weiter über das Fahrwasser „Blauwe Slenk“ in den Vliestrom, der zum Gat zwischen Vlieland und Terschelling führt. Wir entscheiden uns diesmal für das Fahrwasser „Inschot“, das in Richtung Nordwest über die Untiefe „Zuidoostrak“ verläuft. An einer Stelle fällt diese Untiefe bei Springniedrigwasser trocken. Bei Springhochwasser zeigt das Lot eine Wassertiefe bis zu 2,20 m. Wir haben 1,60 m Tiefgang und sind doch wie viele Mitsegler vorsichtig, indem wir diese Untiefe längs eines betonnten Umweges über den Schuitenzand umsegeln. So schonen wir unsere Nerven. Zu oft haben wir im Wattenmeer erlebt, dass sich die Tiefen entgegen der Kartenangaben durch Versandungen schnell verändern, und wir mit nur noch 10 cm Wasser unter dem Kiel über eine Untiefe „rutschten“. Wenn man bei Niedrigwasser mal stecken bleibt, dann ist dies für uns Anlass für eine gemütliche Tasse Tee, aber bei Hochwasser und erst recht bei Springhochwasser ist mit einem solchem Risiko nicht zu spaßen.


Vorsicht Fährverkehr

Bald schon sehen wir die Fähren, die von Harlingen aus in kurzen Abständen die Inseln Vlieland und Terschelling anlaufen. Im engen Fahrwasser „Sleng“, das von Süden nach Terschelling führt, teilt man sich dieses mit den Kolossen, die so schnell sie auftauchen auch schon wieder an einem vorbeigerauscht sind. In der Hauptsaison fahren zwei Fähren wechselseitig, eine oder mehrere Begegnungen sind also vorprogrammiert. Dazwischen mischt sich die Katamaran-Schnellfähre, die über das Wasser zu fliegen scheint. Aufpassen und sich streng an das vorschriftsmäßige Fahren am Rande des Fahrwassers zu halten ist hier auf jeden Fall angesagt. Dann droht von den in diesem Revier unserer Erfahrung nach sehr diszipliniert gesteuerten Fährschiffen in der Regel keine Gefahr.

                    

Seit einigen Jahren besteht auch für Sportschiffer die Pflicht, über UKW Kanal 2 im Bereich Terschelling/Vlieland die Verkehrszentrale Brandaris abzuhören. Der rege Fährverkehr und der nicht unproblematische Fahrwasserverlauf haben dies wohl nötig werden lassen. Im Gegensatz zur Berufsschifffahrt muss der Freizeitskipper sich aber nicht bei der Verkehrszentrale an- oder abmelden. Hier kann man jedoch schnell den aktuellen Wasserstand im Schuitengat abfragen (Sprache: Niederländisch oder Englisch), was uns für den nächsten Tagestrip von Terschelling nach Vlieland von Nutzen sein wird. Das Schuitengat ist ein südwestlich verlaufendes Fahrwasser. Es war bis vor wenigen Jahren noch das Hauptfahrwasser, um Terschelling zu erreichen. Selbst regelmäßige Baggereinsätze konnten eine Versandung nicht verhindern. Jetzt ist es für Segelyachten mit sehr geringem Tiefgang nur bei Hochwasser zu passieren.

Interessant, wenn auch etwas profaner sind die Abfragen einiger Skipper an Brandaris nach der Liegeplatzkapazität im Yachthafen. Kurz vor dem Einlaufen hören wir, dass noch genügend Plätze frei sind, der Yachthafen auf Vlieland allerdings absolut dicht sei. So kann sich mancher die Enttäuschung sparen, nach einem langen Segeltag vor verschlossener Hafeneinfahrt ablaufen zu müssen bzw. die Anker klar zu machen. Letzteres ist zwar vor Vlieland möglich, aber je nach Windverhältnissen nicht unbedingt gemütlich.

Beliebter Liegeplatz für Familien
Der Yachthafen von Terschelling ist übersichtlich gegliedert und mit diversen Stegen für Boote unterschiedlicher Längen versehen. An diesem Sommerabend ist er jedoch derart gefüllt, dass sich die Päckchen der gegenüberliegenden Stege fast berühren. Das heißt 10-15 Boote in einem Pack ist keine Seltenheit. Besonders in den Sommerferien gilt der Hafen von Terschelling als beliebter fester Liegeplatz für Familien mit Kindern, bietet die Insel doch jede Menge Abwechslung. Die sanitären Anlagen im Yachthafen sind wie fast überall nicht ausreichend, aber auf wundersame Weise bleibt auch hier das ganz große Gedränge und Anstehen sogar in Stoßzeiten aus.

Vom Hafen sind es nur 10 Fuß-Minuten bis in den Hauptort der Insel – West-Terschelling – wo man in mehreren Geschäftsstraßen (Fußgängerzone) alles Nötige findet. Auch Fahrradverleiher sind auf Terschelling überall anzutreffen; einer befindet sich gleich in Yachthafennähe beim Yachtausrüster.

Mitten im Ort trifft man auch auf die wohl berühmteste Sehenswürdigkeit Terschellings, den Leuchtturm Brandaris, in dem sich heute die Verkehrszentrale befindet.

Nach einer ruhigen Nacht folgt ein unruhiger Morgen: Die ersten Segler wollen bereits um 8 Uhr auslaufen und machen das ganze Päckchen mobil. Wir müssen auf ein ausgiebiges Frühstück verzichten und machen uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel: Vlieland.               

                 

Vlieland: klein und autofrei
Vlieland ist unsere Lieblingsinsel, denn so klein sie ist (ca. 35 qkm), so malerisch präsentiert sie sich. Autofahrer müssen ihr Gefährt am Festland zurücklassen, denn Vlieland ist autofrei. Stattdessen verkehren hier Pferdegespanne, und das Fahrrad ist das bevorzugte Verkehrsmittel.

Kurz hinter der Hafenausfahrt sieht man das Eiland bereits liegen, und doch führt der Weg um die riesige Sandbank „Jacobs Rugger“ herum. Das sind dann immerhin ca. 10 sm. Schneller geht es durch das Schuitengat, das allerdings nur bei ruhigem Wetter zu empfehlen ist. Bei Wind ab 6 Beaufort pfeift und zischt es einem hier nur so um die Ohren. Auch präzise Navigation ist hier zu empfehlen, denn bei Springniedrigwasser kann es dann schon mal knapp werden. Ein Tipp: Brandaris anrufen und den aktuellen Wasserstand erfragen. Und dann nur diesen Weg nur nutzen, wenn man kein tiefgehendes Boot hat. Mittlerweile (2008) ist bei Hochwasser nur noch mit 1,50 m Wasser zu rechnen. Man segelt im Seegat von Terschelling ein kleines Stück nordwestlich in Richtung Nordsee, um dann in das Fahrwasser „Vliesloot“ einzubiegen, das sehr dicht an der Ostseite der Insel vorbeiführt. Vor der Hafeneinfahrt steht ein kräftiger Querstrom, der einen großen Vorhaltewinkel und entsprechende Aufmerksamkeit erfordert. Der Yachthafen von Vlieland liegt idyllisch an der Südost-Spitze der Insel. Aber in der Hauptsaison ist er hoffnungslos überfüllt. Wer seine Ruhe sucht, ist dann hier fehl am Platz. Denn auch in diesem Hafen bestimmen zahlreiche Segler-Familien das Bild, die vom Reiten bis zum Baden an reizvollen Stränden die Urlaubsinsel genießen möchten.

Der Yachthafen ist trotz großen Ansturms gut organisiert: die sanitären Anlagen sind nach Neubau vor einigen Jahren durchaus als ordentlich zu bezeichnen. Ein Lebensmittelwagen versorgt die Yachten mit frischem Brot und allem was man so braucht. Denn der Weg zum nächsten Supermarkt ist relativ weit. Vom Yachthafen bis zum einzigen Ort der Insel – Oost-Vlieland – ist es ein 20-minütiger Fußmarsch, der sich allerdings lohnt. Denn der idyllische Ort, dessen Ortskern 1971 zum kulturhistorischen Denkmal erklärt wurde, hat jede Menge zu bieten. Es empfiehlt sich auch ein Fahrrad zu mieten, mit dem man bequem an einem Tag den größten Teil der Insel befahren kann.

Route über die Nordsee
Nach zwei Tagen Vlieland möchten wir weiter. Das nächste Ziel – Texel, die größte der niederländischen Watteninseln – steht zwar fest, aber noch nicht die Route dorthin. „Außen oder innen rum“, das ist hier die Frage. „Außen“ bedeutet den Weg über die Nordsee, entlang der Inseln und um die Westspitze Texels herum bis nach Oudeschild, wo sich der Yachthafen an der Wattenseeseite befindet. Die Alternative führt durchs Wattenmeer zurück in Richtung Kornwerderzand durch Inschot und geht dann Steuerbord ab durch das südwestliche Fahrwasser Scheurrak in den Texelstrom. Wir entschließen uns nach Abhören des Wetterberichtes, der nördliche Winde mit Stärke 4-5 Beaufort verheißt, zum Törn über die Nordsee. (Wetterbericht 4 x täglich auf UKW-Kanal 83 oder 23 um 08.05, 13.05, 19.05 und 23.05 Uhr.)

Früh am nächsten Morgen laufen wir nach heftigem, aber freundschaftlichem Gerangel mit all unseren Bootsnachbarn aus in Richtung Seegat von Terschelling und hinaus auf die offene See. Wir lieben das Gefühl noch größerer Freiheit beim Blick auf die Weite der Nordsee und das Segeln abseits von eng betonnten Fahrwassern, auch wenn uns bei diesem Törn der Anblick der Inseln ständig daran erinnert, in Landnähe zu sein. Wir stellen jedoch fest, dass heute nur wenige Segler dieses Vergnügen mit uns teilen, wählen doch die meisten, die mit uns den Hafen verlassen haben, den Weg durchs Watt.

Wir genießen den Tag auf See bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein. Nach drei Stunden erreichen wir die Südwest-Spitze von Vlieland und können auch bereits den nördlichen Teil von Texel ausmachen. Bald tauchen auch die stark frequentierten Strände der Urlaubsinsel auf, die in den Sommermonaten aus allen Nähten platzt. Aus der Ferne betrachtet sieht alles ganz harmlos und friedlich aus. Morgen werden wir selbst in diesem Getümmel untertauchen, Rad fahren, Shoppingtouren in Den Burg unternehmen und uns unter die Badenden an De Koogs Stränden mischen. Heute aber genießen wir die absolute Ruhe und Beschaulichkeit auf See.

Berüchtigtes Molengat
Wir nähern uns der Südspitze der Insel und auch dem berüchtigten Molengat, das die Insel von der südwestlichen Untiefe „Noorderhaaks“ trennt. Bei wenig Wind wirkt hier alles friedlich. Aber die Untiefe hat schon viele Menschenleben und Schiffe gekostet. Der Wind hat aufgefrischt und das Molengat wird äußerst ungemütlich. Eine kurze steile See türmt sich auf. Und obwohl wir mit achterlichem Wind durchs Gat segeln, fällt es uns schwer, die Yacht nicht aus dem Ruder laufen zu lassen. Kaum haben wir die Südspitze von Texel gerundet, wird es wieder ruhiger. Allerdings ist weiterhin Konzentration angesagt, denn der Fährverkehr ist zu beachten, der in kurzen Abständen Den Helder und Texel verbindet. Vorsicht ist hier auf jeden Fall geboten, denn die Fährlinie muss gequert werden. Nicht zu verachten ist auch der Texelstrom, der uns – leider sind wir zu spät dran – mit ganzer Kraft entgegendrängt. Und das kann schon mal 3 kn Strom bedeuten. Wind und Strom gegenan, das gibt ein kräftiges Geschaukel bis zur Hafeneinfahrt nach Oudeschild.

Auch im Yachthafen von Texel kann es in der Hauptsaison eng werden, obwohl es hier jede Menge Boxen an langen Stegen gibt. Päckchen liegen ist also nur in Ausnahmefällen angesagt. Seit einigen Jahren steht auch der neue Hafen zur Verfügung, der als Erweiterung unmittelbar neben dem alten Hafenbecken liegt. Der alte Hafenplatz ist heute nur noch dem örtlichen Yachtclub vorbehalten. Gastlieger erhalten hier allerdings einen Liegeplatz zugewiesen, wenn der Yachthafen belegt ist. Nach Auskunft der Hafenleitung kommt dies aber sehr selten vor. Die Liegeplatzgebühren für ein 10-Meter-Schiff betragen inklusive Kurtaxe für 4 Personen ca. 25 Euro.


Der Yachthafen von Texel (Oudeschild)

Störende Windräder
Recht neu ist das Haus mit den Sanitäranlagen, die allerdings sehr ordentlich und hochwertig sind. Gewöhnungsbedürftig, wenn nicht gar äußerst störend waren die vier Windräder, die direkt am neuen Hafenbecken postiert sind und ein unangenehmes Summen verbreiteten. Obwohl sicherlich die meisten Yachties nichts gegen erneuerbare Energie einzuwenden haben, fühlten diese sich so unmittelbar unter den Windrädern erheblich gestört. Denn der Geräuschpegel der Windräder und die dauernde Unruhe der drehenden Rotoren machten eine Entpannung unmöglich. Nach Auskunft der Leitung des Yachthafens profitieren jetzt die Hafenlieger von einem technischen Defekt. Es hat eine Störung bei den Windkrafträder gegeben. Daraufhin haben die örtlichen Behörden aus Sicherheitsgründen den weiteren Betrieb untersagt. Der Betreiber der Windkraftanlage möchte die Windräder im Hafen auch nicht mehr reparieren lassen. So gehört dieser störende Krach im Yachthafen von Oudeschild hoffentlich endgültig der Vergangenheit an.

Auf jeden Fall lohnt ein Besuch der Insel und auch ein längerer Aufenthalt. Denn Texel ist ungeheuer vielseitig und landschaftlich äußerst reizvoll. Mit dem Leihrad, das man sich übrigens sehr bequem gleich beim Hafenmeister mieten kann, geht es auch am nächsten Morgen los nach Den Burg (ca. 5 km), das sich im Sommer in einen lebhaften Touristenort verwandelt.

Besonders montags morgens, wenn der Wochenmarkt auf dem Groeneplaats abgehalten wird, einer der touristischen Attraktionen. An unzähligen Verkaufsständen gibt es Obst, Gemüse, Kleidung und Bücher, aber auch alle möglichen Texeler Spezialitäten und vor allen Dingen ein riesiges Angebot an frischem Fisch. Die schönsten Strände liegen in Richtung De Koog, das weitere 6 km entfernt liegt. Hier befindet sich auch das Ecomare, die erste Seehundaufzuchtstation der Niederlande. Nicht nur für Kinder ein Erlebnis.

Gleich dahinter kann man sich am Strand erholen oder sich in einem der Strandpavillons die wirklich leckeren Pommes schmecken lassen. Zahlreiche Strände sind übrigens bewacht, und das Baden ist hier nur in einem abgesteckten Bereich erlaubt.

Zurück ins Ijsselmeer
Nach zwei sonnigen Tagen auf Texel zieht es uns jedoch wieder hinaus aufs Meer. Wir beschließen zurück ins Ijsselmeer zu segeln, und zwar diesmal über die Schleuse in Den Oever, die mit nur 11 sm Entfernung der Insel Texel am nächsten liegt. Mit einem letzten Blick auf die Fischerflotte, die im voll gepackten Hafen liegt, geht’s hinaus, wo uns auch gleich der Texelstrom aufnimmt und mit 3 Knoten zur Springzeit unserem Ziel entgegentreibt.

Navigatorisch nicht besonders anspruchsvoll ist der Rückweg durch das eng betonnte Fahrwasser „Visjagersgaatje“. Selbst Salzwasserneulinge können sich hier an den Fahrwasser-Tonnen lang zurück ins Ijsselmeer tasten. Unangenehm kann es allerdings auch hier – wie überall im Wattenmeer – bei viel Wind werden, wenn Wind und Strom gegenan stehen.


Mit einlaufend Wasser sind wir schnell vor dem Abschlussdeich zum Ijsselmeer bei Den Oever. Brücke und Schleuse dort sind relativ zügig passiert, wenn auch zahlreiche Boote zurück ins Ijsselmeer wollen. Wir sind guter Laune, die uns auch ein übereifriger Bootseigner nicht verderben kann. Er scheint davon auszugehen, dass Schiffslänge und - ausstattung ausreichend Argumente dafür seien, sämtliche Grundregeln der Sportlichkeit und Fairness in der Schleuse missachten zu dürfen. Er drängelt, kommandiert und schimpft, als ob der Weltuntergang bevorstünde. Aber hier legt der Schleusenmeister, der hoch auf seinem Turm das Geschehen mit Argusaugen überwacht, ein deutliches Veto ein. Seine klar durch Lautsprecher formulierten Anweisungen werden dann auch ohne Einwände befolgt. Im Gegensatz zu den friesischen Kanälen ist das Schleusen und das Passieren von Brücken am Abschlussdeich kostenlos.

Hinter dem Hafenbecken von Den Oever werden die Segel wieder gesetzt, und ab geht’s in rauschender Fahrt unserem Tagesziel zu, der Schleuse von Stavoren.

Einfahrt von Stavoren

Hier bzw. in der Marina Friesland in Warns endet auch unsere Reise. Die Ferien sind leider – trotz der relativen Langsamkeit des Segelns – wie im Fluge vergangen.

Doch wir nehmen uns vor, bald wieder zu den Inseln hinaus zu segeln. Vielleicht im Herbst, wenn der Wind kräftiger weht und weniger Menschen unterwegs sind.

Text und Fotos: Ertay und Ute Hayit

 

Alle Angaben wurden von Hayit Medien und Fahrtensegeln.de nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

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Allgemeine Infos

Website Vereinigung Wattfahrer (niederländisch):
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Tidenberechnung (niederländisch): http://www.getij.nl

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8899 BV Vlieland / Niederlande
Tel. 0031 (0)562 451729
Mobil: 0031 (0)6 53379584
Fax: 0031 (0)562 453429
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Vorwahl: 0562
Telefon Arztpraxis: 0031 (0)562 451307
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Allgemeiner Notruf: 112

Gute Abfahrtszeiten aus Vlieland (bezogen auf Wasserstand Vlieland!)
Nach Harlingen: ca. 2 Stunden nach Niedrigwasser
Nach Kornwerderzand über Boontjes: ca. 1 Stunde vor Niedrigwasser
Nach Kornwerderzand über Inschot / Zuidoostrak: ca. 3 Stunden vor Hochwasser
Nach Texel übers Watt: ca. 2 Stunden vor Hochwasser
Nach Texel über die Nordsee: ca. 0,5 Stunden nach Hochwasser
Nach Terschelling: 1 Stunde vor Hochwasser

Yachthafen Terschelling

Tel 0031 (0)562 443337
Fax 0031 (0)562 442033
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UKW Kanal 31

Alle Angaben wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und von der Redaktion von Hayit Medien und Fahrtensegeln.de überprüft. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

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Wetterbericht Brandaris

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