Marker Wadden, Insel, Naturhafen und Naturschutzgebiet im Markermeer

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Marker Wadden (Marker Watt) – ein neues Naturparadies

Neues Naturschutzprojekt im Markermeer: Die Marker Wadden (Foto:Streystone / Boskalis)
Insel Marker Wadden

Eine neue Inselgruppe im Markermeer: die Marker Wadden. Sie sind ein Naturschutz-Projekt im nordöstlichen Teil des Markermeers unweit des Houtrib-Deiches zwischen Enkhuizen und Lelystad.

Daran hatte man nicht gedacht, als man 1976 das Ijsselmeer in zwei Bereiche trennte und damit das Markermeer schuf: Der neue Deich ist nicht gut für die Entwicklung der Natur im Markermeer. Wassersportler, die dort unterwegs sind, kennen das: Das Markermeer wirkt recht trüb, besonders bei viel Wind. Denn am Meeresboden hat sich eine dichte Schlammschicht aufgeschwemmt. Diese ist nicht nur für das oftmals trübe Wasser zuständig, sondern sie zerstört am Meeresboden sämtliche Vegetation. Die Folge ist, dass es für Fische, Meerestiere und Wasserpflanzen hier keinen Lebensraum mehr gibt und somit auch Wasservögel kaum noch ausreichend Nahrung finden. Die Bestände von Fischen und Vögeln hatte sich im Markermeer in den letzten 20 Jahren dramatisch reduziert.

Grund für die Verschlammung des Markermeers ist die Eindeichung durch den Enkhuizen-Lelystad-Deich. Es gibt keine natürlichen Abflussmöglichkeiten für den Schlamm, kein Abfließen in ein Meer oder einen Fluss. Auch kamen wichtige Unterwasser-Strömungen zum Erliegen, die eine Ansammlung von Schlamm verhindern.

Mit einem aufwändigen Inselprojekt von fünf Inseln möchte man das Markermeer revitalisieren und es für Tier und Mensch wieder attraktiver machen. Dazu hat man sich ein komplexes System von besonders angeordneten Inseln ausgedacht, die als neues Naturschutzgebiet im Markermeer Pflanzen, Fischen und Wasservögeln die Möglichkeit der Ansiedlung bieten. Das ist auch schon gelungen, denn die erste Inselgruppe ist aufgeschüttet. Und erste Meereslebewesen, Pflanzen und Vögel sind schon da.

Es gibt auch einen Naturhafen für Wassersportler, die in Abgeschiedenheit und ohne viel Komfort Natur erleben möchten. Dieser Naturhafen wurde im September 2018 eröffnet. Es gibt einen langen Steg mit 26 Boxen und weitere 12 Liegeplätze am Besuchersteg, zwei Ankerbojen im Hafen und getrennt vier feste Plätze für die braune Flotte. Frischwasser, Strom und Toiletten gibt es zur Zeit nicht. Ankern im Hafenbecken ist nicht erlaubt.

Nach Fertigstellung des ersten Projektabschnittes möchte die Projektgruppe der Marken Wadden (Regierung, Unternehmen und private Organisationen) je nach Finanzierungslage weitere Inselgruppen entstehen lassen. Im Moment wird an weiteren Inseln gearbeitet. Ein Anlaufen mit dem eigenen Boot ist jedoch nur auf der fertiggestellten Insel erlaubt.

Schwimmen ist an zwei Stellen möglich: Am Sandstrand am Hafen und am Nordstrand (ca. 3 km vom Hafen entfernt). Gemütliches Wandern ist auf den Marker Wadden angesagt: Insgesamt 12 km vorbereitete Wanderwege laden dazu ein.

Kosten Liegegebühr 1,30 Euro / Meter / 24 Stunden und 6 Euro pro Person und Besuch. Kinder unter 12 Jahren sind frei. Kassiert wird durch einen Hafenmeister vor Ort.

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Die Marker Wadden Ende 2017 aus der Luft gesehen (Foto: Streystone / Peter Leenen)
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